Trimm-Männer feiern 40-jähriges Jubiläum

Südkurier vom 23.10.2014

50-Jähriges Jubiläum

 

Gymnastikgruppe feiert 50-Jähriges

 

TV Meßkirch und Kreutzerchor sind Paten - 1959 von Sepp Demmelhuber gegründet

 

 

 

Meßkirch (ath) Die Damengymnastikgruppe
des TV 1862 Meßkirch feierte am Wochenende ihr 50-jähriges Bestehen.

Zum Jubiläumsabend waren nicht nur die aktiven Mitglieder gekommen, sondern auch jene, die 1959 die Anfänge miterlebt hatten.

Im Lauf des Abends wurde auch die alt verdiente Übungsleiterin Mechthild Fischer nach 25-jähriger Tätigkeit verabschiedet.

Nachfolgerin ist Christel Pfeifer.

Gleich zwei Vereine standen bei der Gründung der Gruppe Pate: zum einen derTurnverein (TV) 1862, zum andern der Kreutzerchor. Letzterer wollte war es auch, der anlässlich derOperettenaufführung ,,Der fliegende Holländer" den zur Operette dazugehörenden Holzschuhtanz und auchden Kaiserwalzer darbieten wollte.

Dazu bedurfte es der Verstärkung der jüngeren Frauenchormitglieder durch aktive Turnerinnen.

Das war kein Problem, war doch der damalige Oberturnwart Sepp Demmelhuber gleichzeitig auch aktiver Chorsänger, sodass alsbald eine gemischte Gruppe aus beiden Vereinen etabliert wurde.Sie blieb dann zusammen und machte als Gymnastikgruppe des Turnvereins unter Sepp Demmelhuber weiter. Er machte sich nicht nur als Gymnastik-Übungsleiter, sondern auch als Ballettmeister einen Namen.

Mechthild Fischer, die seit 25 Jahren als Übungsleiterin fungierte, gab einen Überblick über die Geschichte der Gymnastikgruppe, die anfänglich mit einfachen Übungen begann. Die scheidende Übungsleiterin erinnerte an den Wandel der Gymnastikübungen seit Turnvater Jahns Zeiten und an jene Jahre, als die Gruppe bei den früheren MTS-Bällen und auch bei den Zunftbällen für Glanzlichter sorgte. Sie betonte, dass die Gruppe neben der sportlichen Betätigung auch kulturelle Akzente setzte.
Der Vorsitzende des Meßkircher Turnvereins, Herbert Nopper, beglückwünschte die Gruppe zu ihrem   5o-jährigen Bestehen. Nopper äußerte ferner seine Freude über die vielfältigen Aktivitäten der rührigen Gemeinschaft.

Christel Kasseckert, die sich an diesem Abend als versierte und unterhaltsame Moderatorin präsentierte, gab einen geschichtlichen Rückblick in Versform. Sie verabschiedete unter herzlichen Dankesworten die langjährige Übungsleiterin Mechthild Fischer und dankte den engsten Mitarbeiterinnen Anneliese Bauer, Margarethe Schröder und Christel Pfeifer für ihr vorbildliches Wirken.

Gerhard Schreijäck beschloss den Abend mit einer Dia-Schau über das vielfältige Wirken der Gymnastikgruppe in den vergangenen 50 Jahren.

 

 Alfred Th. Heim

 

Nach 25-jähriger Tätigkeit als
Übungsleiterin der Gymnastikabteilung des Turnvereins Meßkirch wurde
Mechthild Fischer (links) von Christel
Kasseckert mit Dankesworten verabschiedet.

In gemütlich-festlicher Runde feierten die Gymnastikdamen des Turnvereins
Meßkirch das 50-jährige Bestehen ihrer Gemeinschaft. Bilder: Heim

 

 

Presseberichte

60 Jahre turnen und noch kein bisschen müde

Die Frauenturngruppe des Turnvereins Meßkirch feierte ihr Jubiläum und ehrte Gründungsmitglied

Die langjährigste noch aktive Frauen-turngruppe feierte letzte Woche ihr 60-jähriges Bestehen. Margot Brecht, die den Gymnastik-Frauen von Anfang an die Treue hielt, gedachte in Versform den Jahren, „als sie noch junge Amazonen waren" und neben Windeln waschen, putzen und kochen einen Freizeitausgleich suchten. In amüsanter Weise schilderte Margot Brecht die Erlebnisse der letzten sechs Jahrzehnte. Ganz zu Anfang gingen die Frauen nach dem Turnen „zum Gruben in die Fischerstuben", später traf man sich nach getaner Gymnastik im Fuch-sen.
Es war Mathilde Ebel, die die Frauen-turngruppe 1948 ins Leben rief und sie fast 30 Jahre lang leitete. Danach brachte die junge Lehrerin Elfriede Wilkesmann die Frauen wöchentlich in Schwung. Als diese nach ihrer Heirat 1973 mit ihrem Mann in die Schweiz zog, musste eine Nachfolgerin gefun-den werden. Mutig erklärte sich damals Gertrud Lode dazu bereit, die Arbeit von Elfriede Wilkesmann zu überneh-men. „Das war anfangs nicht ganz leicht", erklärte Lode in ihrem Rück-blick, „wenn man eine gute Turnerin ist, ist man noch lange keine gute Turnleh-rerin." Da sie ihre neue Funktion jedoch ernst nahm, besuchte Gertrud Lode an der Sportschule einige Fortbildungs-kurse und bildete sich später im Volks-tanz weiter. Mittlerweile traten „ihre lieben Frauen", wie Lode die Gymnas-tik-Damen gerne nennt, an einigen Veranstaltungen mit ihren Tänzen auf. Erst im Jahr 1998, nach 25 aktiven Jahren, suchte Gertrud Lode Verstär-kung. Seit dieser Zeit turnen nun die Frauen unter den Fittichen von Hanne-lore Willmann. Sie begrüßte ihre 23 Turnschwestern, von denen immerhin sieben über 80 und drei über 85 Jahre alt sind, zur Jubiläumsfeier und be-dankte sich herzlich dafür, dass sie ihr die letzten zehn Jahre die Treue hiel-ten. Sie seien zwar ältere Damen, aber noch längst nicht lahm oder gar unbe-weglich. Denn nicht nur die Gymnastik halte sie fit, sondern auch die gemein-samen Feste und Auftritte, die gleich-zeitig für einen guten Zusammenhalt sorgen.
Der Vorsitzende des Turnvereins 1862 e.V. Meßkirch, Herbert Nopper, der sich im Kreise der Seniorinnen als Jungspund fühlte, freute sich, an die-sem Abend als einziger Mann in der Runde herzlich aufgenommen worden zu sein. Er überbrachte der Frauen-gruppe als Geschenk vom Verein 150 Euro, die sie nach eigenem Gutdünken ausgeben dürften. Bei den Übungsleite-rinnen Hannelore Willmann und Ger-trud Lode bedankte er sich mit einem Blumengruß und übermittelte ebenfalls von der Abteilungsleiterin Rita Martin Glückwünsche.
Auch die Frauen bedankten sich bei ihren Übungsleiterinnen mit einem Blumenstrauß. Nach dem gemeinsa-men Essen zeigten sie, dass sie zwar nicht mehr wie früher bis Mitternacht beim Wermutschorle zusammensitzen, das gemeinsame Singen und Lachen jedoch nicht verlernt haben.
Isabell Michelberger (imi)

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